Briefe schreiben für Alfredo Cospito

Durchbrecht die Isolation von Alfredo Cospito.

Der Genosse sitzt seit 2012 in italienischen Knästen. Ursprünglich verurteilt wurde er für Knieschüsse gegen den CEO Ansaldo Nucleare. Nun verbüßt er zusammen mit anderen eine 23-jährige Haftstrafe. Seit 2021 sitzt er im 41bis Gefängnisregime. 41bis bedeutet besondere Haftregeln, die zur kompletten #Isolation der #Gefangenen führen.

Alfredo wird verweigert Bücher aus der Gefängnisbibliothek zu beziehen und er hat eine fast totale Postsperre verhängt bekommen. Der Aufruf der italienischen Genoss*innen, massenhaft Briefe zu schreiben, steht in der Hoffnung, dass diese das Gefängnis unter Druck setzen können, zumindest etwas Post durchzulassen. Aus der Situation von Maja wissen wir, wie wichtig Post von draußen ist, wenn alles andere fehlt, wenn kein Blick auf die Natur mehr gewährt wird, wenn jeder Kontakt nur mit Schließer*innen möglich ist und die Zelle das einzige bisschen privater Raum sein soll, dass dir gewährt wird.

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Budapest Majas Hungerstreik Tag 2

Aktionstag für Maja und die Budapest-Beschuldigten am 13. September

Wir spiegeln hier den Aufruf des Budapest Antifascist Solidarity Comitee.

Als Solidaritätskomitee für Maja, bestehend aus Majas Familie, Freund:innen und Unterstützer:innen, haben wir den Hungerstreik von Maja begleitet. Wir richten nun diesen Aktionsaufruf an die Solidaritätsbewegung, die antifaschistische Szene, die Zivilgesellschaft, engagierten Leute der Kirche und alle anständigen und mitfühlenden Mitmenschen.

Antifaschist:in Maja hat im Juni im Budapester Gefängnis einen Hungerstreik begonnen und so für die Rücküberstellung nach Deutschland gekämpft. Im Juli hat Maja am 40. Tag im ungarischen Gefängniskrankenhaus den Hungerstreik abgebrochen. Außenminister Wadephul hatte kurz vor dem Ende des Hungerstreiks verkündet, man wolle mit Ungarn über eine Verbesserung der Haftbedingungen verhandeln.

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Maja ist im Hungerstreik! 05.06.2025

Maja ist im Hungerstreik!

Maja ist heute, am 05.06.2025 in den Hungerstreik getreten. Seit elf Monaten sitzt Maja in Budapest in Untersuchungshaft – isoliert, entrechtet und unter folterähnlichen Bedingungen. Jetzt zieht Maja die letzte Konsequenz: den Hungerstreik. Grund dafür ist die erneute Vertagung einer Entscheidung über die Umwandlung der Untersuchungshaft in Hausarrest. Statt sofort zu handeln, hat das Budapester Gericht die Entscheidung auf den 20. Juni verschoben. Maja ist … Maja ist im Hungerstreik! weiterlesen

Solidaritätsbekundgung mit einem Graffiti für die inhaftierte Antifaschistin Hanna

Antifa ist notwendig! Freiheit für alle Antifaschist*innen!

Aufruf zur bundesweiten Demonstration am 14. Juni in Jena. Es wird eine Anreise aus Dresden geben. Infos dazu folgen!

Jetzt erst recht.

Die Zeiten werden rauer, der Wind weht scharf von rechts. Klima, Kriege, Inflation – die Welt steht buchstäblich in Flammen. Konfrontiert mit vielfachen Krisen erweisen sich systemimmanente Lösungen zunehmend als unmöglich. Weil die nötigen Antworten unbequem sind, konstruiert der Staat lieber Probleme, die er vermeintlich mit Abschiebungen und Knast lösen kann. Nicht nur in Deutschland, autoritäre Regierungen scheinen weltweit das Ding der Stunde. Bei allen Abstufungen des Grauens eint sie, dass sie der gesellschaftlichen Linken feindlich gegenübertreten. Vor allem rechtsautoritäre und faschistoide Regime dominieren die politische Bühne und verschärfen mit ihren Nationalismen eine globale Kriegsgefahr. Wo ihre Akteur*innen noch nicht an der Macht sind, vernetzen sie sich fleißig, lernen voneinander und stärken sich gegenseitig. Von emanzipatorischen, ökologischen und antifaschistischen Großprojekten kaum eine Spur. Dabei wären diese bitter nötig.

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Solidaritätsbekundgung mit einem Graffiti für die inhaftierte Antifaschistin Hanna

Free Hanna Demo in München am 22. Februar

Free Hanna – Keine Abschiebung nach Ungarn! Free all Antifas!

Ab Mitte Februar wird die Nürnberger Antifaschistin Hanna in München vor Gericht stehen. Ihr wird vorgeworfen, im Februar 2023 am Rande eines Naziaufmarsches in Budapest an körperlichen Auseinandersetzungen beteiligt gewesen zu sein. Lasst Antifas nicht mit der Repression allein und kommt zur Demo am 22.2.2025 in München!

Aufruf zur Kundgebung am Gericht in München am 19.2.2025
Aufruf zur Kundgebung am Gericht in München am 19.2.2025

Jährlich treffen sich Neonazis aus ganz Europa in der ungarischen Hauptstadt zum sogenannten „Tag der

Ehre“, einer geschichtsrevisionistischen Veranstaltung, auf der sie NS-Soldaten glorifizieren und sich unverhohlen in deren Tradition stellen. Mittlerweile ist das Zusammenkommen zu einem der größten Events der europäischen Neonaziszene geworden. Organisiert u.a. durch terrorunterstützende Blood & Honour–Strukturen bietet es Faschist*innen die Gelegenheit, ungestraft in SS-Uniformen aufzumarschieren, NS-Devotionalien und Hitlergrüße darzubieten und Momente kollektiver Stärke zu erfahren. Das Rahmenprogramm bietet Rechtsrockkonzerte und weitere Treffen, das alles gutgeheißen durch den ungarischen Staatsapparat.

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Silvester zum Knast!

16 Uhr – Abschiebehaftanstalt Hamburger Straße
18 Uhr – JVA Hammerweg Dresden (Rubinienhain)

Wir treffen uns 16 Uhr an der Abschiebehaft. Um 17 Uhr radeln wir dann gemeinsam zum Hammerweg, wo um 18 Uhr die Kundgebung am Knast beginnt!

Was für ein Jahr und auch schon wieder vorbei. Alle Jahre wieder heißt es also, Silvester zu den Knästen. Packt alles ein was Lärm macht, von Singstimme bis Kochtopf und Knaller. Die Haftanstalten sind einsame Orte und wenn draußen alles glitzert, knallt und feiert, sollen die drinne doch wenigstens auch ein wenig Solidarität und Abwechslung genießen können.

Share Pic Silvester 2024
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Zeichnung von Günther Finneisen

Abschied von Günther Finneisen

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Manche Menschen gehen mit einem lauten Knall, andere verpissen sich still und leise. So viele Schlagzeilen Günther in den Jahrzehnten seiner Inhaftierung auch machte, sein Abgang aus dem Leben war von der sehr stillen Sorte.

Finni und sein Freiheitsdrang

Im Mai 1995 machten er und sein Freund und Mitgefangener Peter S. bundesweit Schlagzeilen. Sie beide saßen in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Celle, nahmen einen Beamten als Geisel und fuhren einem Porsche durchs das Tor der Haftanstalt in die dann nur kurz währende Freiheit. Nach nur 51 Stunden wurden sie von einem Sondereinsatzkommando festgenommen.

Nach dem Prozess wurde es still um Günther, er verschwand in den dunklen Isolationstrakten Niedersachsens. Rund 16 Jahre sollte die Isolation andauern, erst nachdem Kai Schlieter von der taz in einem ausführlichen Artikel („Lebendig begraben“) über die seit der Geiselnahme andauernde Isolierung von Günther, wie auch seinem Freund Peter, ausführlich berichtete, lockerte die niedersächsische Justizverwaltung die Isolierung. Zuvor hatten Wissenschaftler und Politiker die lange Isolierung als Folter bezeichnet.

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Mitschnitt Solikundgebung Maja vom 21.06.2024 vor der JVA Dresden

Natürlich waren wir auch im Pride Monat Juni wieder bei Maja! Und haben Freund*innen von der Queer Pride Dresden mitgebracht! Schon seit Dezember 2023 sitzt Maja in Dresden in der JVA in Untersuchungs- und Auslieferungshaft. Die BRD droht damit, Maja nach Ungarn abzuschieben. Dort drohen Maja bis zu 24 Jahre Haft in einem absurden politischen Verfahren. Der ungarische Staat, auf dem Weg in den Faschismus, … Mitschnitt Solikundgebung Maja vom 21.06.2024 vor der JVA Dresden weiterlesen

Free Maja! Free Hanna! Keine Auslieferung nach Ungarn! 24. Mai, 15 Uhr, JVA Dresden. Im Hintergrund ist ein Bild zu sehen mit Menschen, die vor der JVA Dresden stehen und Transparente dabei haben.

Free Maja! Free Hanna! Freiheit für alle Antifas!

Kundgebung
24. Mai, 15:00 Robinienhain, JVA Hammerweg

Maja sitzt immer noch in Dresden im Knast. Mittlerweile aber in Auslieferungsgewahrsam. Das hat das zuständige Kammergericht Berlin angeordnet. Das bedeutet, dass im nächsten Schritt das Gericht prüfen wird, ob die Haftbedingungen in Ungarn es zulassen, Maja nach Ungarn auszuliefern. Maja drohen in Ungarn bis zu 24 Jahre Haft unter unsäglichen Bedingungen.

Die Prüfung passiert zum Beispiel so, dass das Gericht in Ungarn mal nachfragt, wie sie es denn mit den Haftbedingungen halten – auch für queere Gefangene. Ungarn darf dann ganz frei Stellung dazu beziehen. Das ist absurd! In Ungarn herrscht seit Jahren die autoritäre und rechtsradikale Fidesz-Partei unter Orban und verbietet Queers, Antifas und Geflüchtete. Dazu betreibt das Regime eine geschichtsrevisionistische Kulturpolitik sondersgleichen.

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Graftiti "Free all Antifas"

No extradition: 24.04. – Kundgebung an der JVA

Kundgebung 24. April, 20:00 Robinienhain, JVA Hammerweg Maja sitzt immer noch in Dresden in der JVA im Knast. Mittlerweile aber in Abschiebegewahrsam. Denn das Kammergericht in Berlin hat nun die Abschiebehaft für Maja angeordnet. Das bedeutet, dass im nächsten Schritt das Gericht prüfen wird, ob die Haftbedingungen in Ungarn es zulassen, dass Maja nach Ungarn ausgeliefert werden kann. Maja drohen in Ungarn etliche Jahre Haft … No extradition: 24.04. – Kundgebung an der JVA weiterlesen