Budapest Majas Hungerstreik Tag 2

Kein letztes Wort – Majas Rede zum Prozessende

gehalten im Budapester Gericht am 4. Februar 2026

Liebe Mitmenschen, sehr geehrtes Gericht,

auch ich möchte noch ein paar Worte teilen, bevor dieser Strafprozess sein vorläufiges Ende findet.Nuretwas grundsätzliches vorweg: Weder stellte ich je das Prinzip und die Rechtmäßigkeit eines Strafprozesses infrage, noch tat ich dies bei einem Staat, der ein Rechtsstaat aller ist. Nein, ich warnte schlicht davor, welche Ungerechtigkeiten und Gefahren dieser Prozess hier in Ungarn birgt. In Deutschland hätte ich nicht anders gehandelt. Eine Demokratie muss solchen Widerspruch gegen das Autoritäre und gegen die Unterdrückung zulassen. Jedes Urteil, das hier gesprochen wird, wird sich auch daran messen lassen müssen, ob und wie mein Sprechen und Auftreten bestraft wird. In den letzten Monaten hat sich jedoch der Eindruck verfestigt, dass der ungarische Staat eben jene Widersprüche nicht zulässt.

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Free Maja Transparent vor dem Budapester Stadtgericht

FREE MAJA-Critical reflections on the campaign from Budapest

Wir spiegeln hier einen Beitrag eines anarchistischen Blogs aus Ungarn. Die deutsche Version findet ihr unten. //
This is the mirror of a text from an anarchist Blog from Hungary

Budapest
2026

In the book Filterworld, Kyle Chayka uses a term of “algorithmic homogenization” to describe how interior spaces across different cities, countries and continents start looking the same. Chayka shows that today looking at pictures and short videos of one’s home, one cannot know where this home is located. Chayka argues, because of the global homogenization of interiors. The creators are all chasing the same visual approval over social media; today to be acknowledged and appreciated, one’s home should have a set of elements that could be recognized by others, who probably would never step a foot in that home.

In our globalizing world similar processes take place with many phenomena, and radical left scene is not an exception. Standards and categories of estimating “levels” of fascism, patriarchy or economic exploitation as well as the struggles against them often are not contextualized. Political work, in particular, is often imposed or imported without a hard work of contextualization. However, such work, by obtaining a certain “language” or a recognizable style, has a better chance to be acknowledged by our foreign camaraderie. Following these strategies, the global movement may risk preferring practices and perspectives of more visible– read: bigger and more resourceful – movements over more contextualized categories and practices.

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Nachlese zur Free Maja Demonstration am 4. Februar

An dieser Stelle findet ihr die gehaltenen Redebeiräge von uns zur Demonstration anlässlich der Urteilsverkündung gegen Maja am 4. Februar 2026. Vielen Dank, dass so viele Menschen erschienen sind. Falls ihr von den Bullen im Nachhinein Post bekommt, schaut gern in unserer Sprechstunde am 1., 3. und 5. Dienstag im Monat im AZ Conni vorbei.

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Flyer zur Veranstaltung "Repression, Solidarität und sexualisierte Gewalt"

Repression, Solidarität und sexualisierte Gewalt

Im Mai 2022 fanden sich in Dresden um die hundert Menschen zusammen, um zu diskutieren. Es war damals etwa anderthalb Jahre her, dass Lina im November 2020 verhaftet und per Helikopter nach Karlsruhe geschleift wurde. Und es war etwa acht Monate her, dass im September 2021 der Prozess gegen Lina und drei weitere Beschuldigte im Antifa Ost Verfahren eröffnet worden war. Nun, was noch? Etwa … Repression, Solidarität und sexualisierte Gewalt weiterlesen

Call: Shoulder to shoulder against repression

On November 25, another trial against anti-fascists will begin in Dresden. They are accused of numerous attacks on neo-Nazis. Anti-fascism—especially of an autonomous and militant nature—is under acute repressive pressure. We stand by our position: for more militant anti-fascism. Come to the start of the trial and the rally in Dresden at 8am at Hammerweg in front of the court!

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Banner mit der Aufschrift "Antifascism can not be banned"

NS-Verherrlichung stoppen: Solidarisch antifaschistisch mit unseren ungarischen Genoss*innen

Wir teilen hier einen Beitrag der Kampagne „NS-Verherrlichung stoppen“

Während Ungarn unter Viktor Orbán „die Antifa“ unter „terroristische Gruppen“ listet, bereiten deutsche und internationale Rechtsextremisten bereits den nächsten großen faschistischen Aufmarsch zum sogenannten „Tag der Ehre“ im Februar 2026 vor…

Was ist passiert:

Die Regierung Ungarns hat „die Antifa“ zur terroristischen Vereinigung erklärt.
Am 26. September 2025 wurde das entsprechende Dekret im Amtsblatt „Magyar Közlöny“ veröffentlicht: Regierungsverordnung 297/2025 (IX. 26.) „über die Regeln für Maßnahmen gegen bestimmte Personen und Organisationen im Kampf gegen den Terrorismus in Gefahrensituationen“.

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Briefe schreiben für Alfredo Cospito

Durchbrecht die Isolation von Alfredo Cospito.

Der Genosse sitzt seit 2012 in italienischen Knästen. Ursprünglich verurteilt wurde er für Knieschüsse gegen den CEO Ansaldo Nucleare. Nun verbüßt er zusammen mit anderen eine 23-jährige Haftstrafe. Seit 2021 sitzt er im 41bis Gefängnisregime. 41bis bedeutet besondere Haftregeln, die zur kompletten #Isolation der #Gefangenen führen.

Alfredo wird verweigert Bücher aus der Gefängnisbibliothek zu beziehen und er hat eine fast totale Postsperre verhängt bekommen. Der Aufruf der italienischen Genoss*innen, massenhaft Briefe zu schreiben, steht in der Hoffnung, dass diese das Gefängnis unter Druck setzen können, zumindest etwas Post durchzulassen. Aus der Situation von Maja wissen wir, wie wichtig Post von draußen ist, wenn alles andere fehlt, wenn kein Blick auf die Natur mehr gewährt wird, wenn jeder Kontakt nur mit Schließer*innen möglich ist und die Zelle das einzige bisschen privater Raum sein soll, dass dir gewährt wird.

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Solidaritätsbekundgung mit einem Graffiti für die inhaftierte Antifaschistin Hanna

Antifa ist notwendig! Freiheit für alle Antifaschist*innen!

Aufruf zur bundesweiten Demonstration am 14. Juni in Jena. Es wird eine Anreise aus Dresden geben. Infos dazu folgen!

Jetzt erst recht.

Die Zeiten werden rauer, der Wind weht scharf von rechts. Klima, Kriege, Inflation – die Welt steht buchstäblich in Flammen. Konfrontiert mit vielfachen Krisen erweisen sich systemimmanente Lösungen zunehmend als unmöglich. Weil die nötigen Antworten unbequem sind, konstruiert der Staat lieber Probleme, die er vermeintlich mit Abschiebungen und Knast lösen kann. Nicht nur in Deutschland, autoritäre Regierungen scheinen weltweit das Ding der Stunde. Bei allen Abstufungen des Grauens eint sie, dass sie der gesellschaftlichen Linken feindlich gegenübertreten. Vor allem rechtsautoritäre und faschistoide Regime dominieren die politische Bühne und verschärfen mit ihren Nationalismen eine globale Kriegsgefahr. Wo ihre Akteur*innen noch nicht an der Macht sind, vernetzen sie sich fleißig, lernen voneinander und stärken sich gegenseitig. Von emanzipatorischen, ökologischen und antifaschistischen Großprojekten kaum eine Spur. Dabei wären diese bitter nötig.

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Mitschnitt Solikundgebung Maja vom 21.06.2024 vor der JVA Dresden

Natürlich waren wir auch im Pride Monat Juni wieder bei Maja! Und haben Freund*innen von der Queer Pride Dresden mitgebracht! Schon seit Dezember 2023 sitzt Maja in Dresden in der JVA in Untersuchungs- und Auslieferungshaft. Die BRD droht damit, Maja nach Ungarn abzuschieben. Dort drohen Maja bis zu 24 Jahre Haft in einem absurden politischen Verfahren. Der ungarische Staat, auf dem Weg in den Faschismus, … Mitschnitt Solikundgebung Maja vom 21.06.2024 vor der JVA Dresden weiterlesen

Freiheit für Maja & Hanna! Schluss mit den Verfahren gegen Antifaschist*innen!

Kundgebung | 21. Juni | 8 Uhr | Robinienhain Schon seit Dezember 2023 sitzt Maja in Dresden in der JVA in Untersuchungs- und Auslieferungshaft. Die BRD droht damit, Maja nach Ungarn abzuschieben. Dort drohen Maja bis zu 24 Jahre Haft in einem absurden politischen Verfahren. Der ungarische Staat, auf dem Weg in den Faschismus, wirft Maja vor, sich an Angriffen auf Neonazis beteilligt zu haben. … Freiheit für Maja & Hanna! Schluss mit den Verfahren gegen Antifaschist*innen! weiterlesen